Informationen zum Versicherungsrecht

hier: Erlöschen des Anspruchs auf Krankentagegeld bei Berufsunfähigkeit:

Grundsätzlich endet das Versicherungsverhältnis hinsichtlich der versicherten Personen nach den allgemeinen Versicherungsbedingungen einer privaten Krankentagegeldversicherung unter anderem mit dem Bezug von Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeitsrente. In dem vom OLG Saarbrücken zu entscheidenden Fall hatte der Krankentagegeldversicherer dem Versicherungsnehmer über einen nicht unerheblichen Zeitraum Krankentagegeld gewährt. Nachdem eine darüber hinaus für den Versicherungsnehmer bestehende Berufsunfähigkeitsversicherung "kulanterweise und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht" für die Zeit vom 01.03.2013 bis zum 01.01.2014 Leistungen wegen Berufsunfähigkeit, darunter eine monatliche Rente in Höhe von 2.645,25 € erbracht hatte und der Krankentagegeldversicherer hiervon Kenntnis erlangt hatte, teilte er dem Versicherten mit, dass es angesichts des Wegfalls der Versicherungsfähigkeit mit Wirkung vom 01.03.2013 zu einer Überzahlung gekommen sei, die in Höhe von 14.163,01 € zurückzuzahlen wäre. Das OLG Saarbrücken hat in seiner Entscheidung vom 14.03.2018 zum dortigen Aktenzeichen 5 U 37/17 die erstinstanzliche Entscheidung des Landgerichts bestätigt, wonach der vorgenannte Rückzahlungsanspruch zurecht geltend gemacht worden ist, da ein nebeneinander von Krankentagegeld und Berufsunfähigkeitsleistungen nicht gewollt ist, was auch dann gelte, wenn Leistungen aus der abgeschlossenen Berufsunfähigkeitsversicherung nur kulanterweise erfolgt sind.